"Roman von Helga Schmitt-Federkeil - Philosophischer Exkurs in die Welt des Alltäglichen"
„Lila Kuh mit Ringelsöckchen“
Ein früheres Nischengenre erlebt derzeit einen absoluten Boom und ist weder aus dem Buchhandel noch aus dem Kino wegzudenken: Die Dystopie eröffnet den Lesern düstere Zukunftswelten, die häufig das ungute Gefühl zurücklassen: Könnte so etwas wirklich passieren?
Dystopien sind fiktionale Erzählungen, die in der Zukunft spielen und in der Regel ein negatives Ende haben. Häufig sind sie sehr gesellschaftskritisch geschrieben und zeigen die möglichen Konsequenzen von zu starkem Machtbegehren, Ignoranz oder menschlich verursachten Naturkatastrophen auf. Science-Fiction-Elemente können dabei durchaus vorhanden sein, von fantastischen Aspekten und Magie wird in der Regel abgesehen. Das Gegenstück zur Dystopie stellt die Utopie dar, eine idealisierte Gesellschaftsvorstellung, wie sie bereits in Thomas Morus‘ Werk „Utopia“ von 1516 beschrieben ist.
Von Distrikten und Hungerspielen
Ihre aktuelle Beliebtheit haben die Dystopien nicht zuletzt den Werken um „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins zu verdanken, deren drei Bände in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurden. In einem Amerika der Zukunft ist die Gesellschaft in 13 Distrikte aufgeteilt, wobei jedem Distrikt eine Aufgabe zufällt – Landwirtschaft, Kohleabbau etc. Regiert wird Panem von einer zentralen Hauptstadt, in der ein diktatorischer Präsident das Sagen hat. Jährlich treten auf jedem Distrikt zwei Kinder bei den sogenannten „Hungerspielen“ gegeneinander an – sie sind die „Tribute“, von denen nur eines überleben wird. „Die Tribute von Panem“ haben sich weltweit über 25 Millionen mal verkauft, auch die Verfilmungen gehören zu den erfolgreichsten des neuen Jahrtausends.
Das macht die Dystopie aus
In der dystopischen Zukunft hat der Mensch als Individuum fast keine eigenen Freiheiten mehr, auch die Kommunikation untereinander ist häufig eingeschränkt. Den Bürgern wird die perfekte Welt vorgegaukelt, in der für Krankheiten, Krieg und Armut kein Platz ist. Trotz all dieser Vorteile resultiert die totale Kontrolle in der Regel in einem Aufstand der Bürger gegen die Regierung. Im Zuge dessen wird dann auch zum ersten Mal die Welt rund um den eigentlichen Spielort der Geschichte kennengelernt, denn normalerweise gehört es zur Kontrollfunktion der Regierung, die Menschen von dort fernzuhalten.
Neue Dystopien
Die Namen bekannter Dystopien summieren sich. Neben Titeln wie „Selection“ und „Die Bestimmung“ macht aktuell die Dystopie „Maze Runners – gefangen im Labyrinth“ Schlagzeilen, Ende letzten Jahres lief sie auch in den Kinos. LLL verlost diesen Monat die gesamte Trilogie im Schuber – ebenso wie Band 1 und 2 der Trilogie „Die Auslese“. Einfach schnell auf unserer Buchverlosungsseite nachschauen!
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