"Roman von Helga Schmitt-Federkeil - Philosophischer Exkurs in die Welt des Alltäglichen"
„Lila Kuh mit Ringelsöckchen“
Erfunden in Frankreich
Welche Kamera ist die beste? Wie hoch ist die Auflösung? Spiegelreflex oder nicht? Wer heute im Fachhandel vor der Auswahl an Kameras steht, sieht sich häufig überfordert – die Auswahl ist immens. Mit solchen Problemen musste sich der Franzose Nicéphore Niépce nicht herumschlagen, als er im Jahr 1826 zum ersten Mal versuchte, Bilder dauerhaft festzuhalten. Sein Erfolg ging um die Welt: Fast jeder kennt heute das Bild, das er aus dem Fenster seines Arbeitszimmers geschossen hat. Als er sein erstes Verfahren in Paris vorstellte, erregte er damit das große Interesse von Jacques Mandé Daguerre, mit dem er sich einige Jahre später traf und der das Fotografieverfahren weiterentwickelte. 1889 wurde die erste Kodak-Kamera eingeführt. Sie gilt als „Vorfahrin“ der heutigen Kamera: Die Fotografie war geboren.
Stetige Entwicklung
Anfangs war es nur möglich, Fotografien als Unikate herzustellen. Der Prozess war sehr umständlich und zeitaufwendig. Doch die Entwicklung nahm ihren Lauf und das Negativ-Positiv-Verfahren ermöglichte es, Fotos zu vervielfältigen. Es folgten der Rollfilm und die 1924 eingeführte Kleinbildkamera, die das Fotografieren einer größeren Masse zugänglich machte. Ein weiterer großer Schritt folgte 1975: Das erste digitale Bild wurde aufgenommen.
Kunst und Selbstdarstellung
Heute ist die Fotografie allgegenwärtig – auf sozialen Netzwerken werden täglich Millionen Fotos hochgeladen. Zahlreiche Ausstellungen zeugen davon, dass die Fotografie mittlerweile eine beliebte Kunstrichtung ist. Sie hat die Welt im Sturm erobert und bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt.