"Roman von Helga Schmitt-Federkeil -   Philosophischer Exkurs in die Welt des Alltäglichen"

„Lila Kuh mit Ringelsöckchen“

Römisch-Germanisches ZentralmuseumDas Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) in Mainz beginnt 2014 ein langfristiges interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Untersuchung der frühbyzantinischen Stadt Carièin Grad im heutigen Südserbien. Dieses wird in Kooperation mit dem Institut für Archäologie, Belgrad (IA) und der École française de Rome (EFR) durchgeführt. Beide Institutionen arbeiten bereits seit 1978 erfolgreich gemeinsam in Carièin Grad.

Inhaltlich ist das Projekt an den »WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident« angeschlossen. Das im Leibniz-Wettbewerb geförderte Projekt schafft der Forschung des RGZM wertvolle wissenschaftliche Kontakte in Belgrad, aber auch in Italien und Frankreich.
Zeiten des kulturellen Umbruchs bedeuten Veränderungen mit häufig unumkehrbaren Auswirkungen für die betroffenen Gesellschaften, die dabei mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert werden. Den Umgang mit entsprechenden Auswirkungen zu analysieren ist ein zunehmend wichtiges Thema in der Archäologie. Hierfür ist Carièin Grad ein besonderes Beispiel. Die Geschichte und Erhaltung der Fundstelle bieten ideale Bedingungen, um eine Siedlung in der Übergangsphase von der Spätantike zum Frühmittelalter zu untersuchen.

„Die klar umrissene Dauer der Belegung, und die Tatsache, dass nach der Auflassung der Stadt keine weitere Überbauung erfolgte, machen Carièin Grad zu einer Fundstelle mit außergewöhnlichem Forschungspotential. Wir freuen uns daher sehr auf die Zusammenarbeit mit den serbischen und französischen Kollegen in diesem spannenden Projekt“, so Professor Falko Daim, Generaldirektor des RGZM.
Alle weiteren Informationen zum RGZM und aktuellen Ausstellungen und Projekten finden Sie online unter www.rgzm.de.

Foto: R.Schreg/Römisch-Germanisches Zentralmuseum